Sichtweisen

Design_Classic_Day_2015Schon als Kind haben mich Fotografien mehr fasziniert als gemalte Kunst. Warum? Ich weiß es nicht. Ich finde auch gemalte Kunst beeindruckend, genauso wie jede weitere Kunst. Aber die Photographie  (ich liebe diese alte Schreibweise) hat für mich einen besonderen Zauber. Malen mit Licht lautet die altgriechische Übersetzung. Das trifft es für mich.

Ausdrucksstark in black & white

Schon als Kind bin ich oft in unser Museum Abteiberg gegangen und habe mir die Photos von Man Ray angeschaut. Es gab eine Bank vor seiner Bilderreihe. Dort saß ich oft stundenlang vollkommen entrückt. Schwarz/Weiß-Fotografie liebe ich schon besonders. Alles sichtbare wird auf das wesentliche reduziert.

Kunst in Farbe

Doch auch die Farb-Fotografie kann mich verzaubern. Besonders Landschaftsbildern. Lichteinfall, Blickwinkel, Brennschärfe, Blende… wenn hier die Mischung stimmt, möchte ich fast niederknien vor Begeisterung! Diesen unwiederbringlichen Moment so gekonnt einzufangen – das ist für mich große Kunst.

Ich bin sehr froh, zu meinem Bekanntenkreis einige ganz hervorragende Fotografen zählen zu können:

Andreas Kirschner, Myriam Topel, Link & Kress, Stefan Völker, Luisa Sole, Jo Holz, Ralf Krawietz, …

Zufallstreffer

Meine eigenen Fotos sind Zufallstreffer. Von Kunst kann bei mir noch keine Rede sein. Ich halte meistens einfach die Kamera drauf und freue mich, wenn das Ergebnis erfreulich ist. Doch ich mühe mich. Gerne würde ich irgendwann einmal richtig gute Fotos machen (nein, das ist kein ‚fishing for compliments‘). Doch bis dahin ist es noch ein wenig hin. Zumindest habe ich jetzt auch eine tolle Kamera! Eine Fuji X-M1. Ich liebe sie. Sie ist im Moment genau richtig für mich: klein, unverwüstbar und schön. Und natürlich mache ich auch Fotos mit meinem Smartphone. Ja, ich gestehe – ich bin angefixt!

Draußen! Einfach rumlaufen und staunen. Tief einatmen und die Natur genießen. Wunderbar! Ob jetzt am Meer, an einem Fluß, im Wald oder auf dem freien Feld - für mich macht das kein Unterschied. Das Zusammenspiel von Sonne, Himmel (Wasser) und Natur fasziniert mich immer wieder.

Meine Stadt verfügt über ein großartiges Museum: das Museum Abteiberg. Durch seine besondere Architektur und seine freie Raumgestaltung lässt es sich immer wieder neu entdecken. Nicht zuletzt durch mein Engagement im Museumsverein fühle ich mich sehr mit diesem Gebäude verbunden. Ein von mir sehr gemochtes Event ist auch die alle zwei Jahre stattfindende Aktion "nachtaktiv" des Kulturbüros Mönchengladbach. Eingepackt in ein sattes Kulturprogramm kann die Kunst in den einzelnen Ateliers genossen und erlebt werden. Und die Nachbarstadt Düsseldorf wartet mit eine Fülle an Museen auf, die - jedes auf seine Art - einen spannenden Blick auf die Kunst zulassen.

Mein Viertel liegt mir sehr am Herzen. Hier leben Menschen sämtlicher Ausrichtung und Kultur. Es ist erfrischend bunt und kreativ. Nicht immer so sauber, nicht immer so nett, aber ehrlich, herzlich und autentisch. Nicht zuletzt durch die Gründung der Initiative Gründerzeitviertel e. V. kam hier richtig Bewegung auf. Auch Waldhausen 12 e. V. hat hier mit ihren Margarethengarten, den ersten und bisher einzigen urbanen Garten ein Zeichen gesetzt. Auch wenn diese Aera jetzt leider zu Ende geht, da die ursprüngliche Brache neu bebaut wird. Das Viertel wandelt sich.

Und was meinst Du dazu?