Alles auf Neu

Inspiration - good-vibes-only

Eine neue Zahl am Ende des Datums. Eine kleine Umstellung. Gelegentlich wird sich bestimmt noch einmal eine 8 statt einer 9 einschleichen, doch ansonsten? Was ändert sich sonst noch? Ein paar Gesetze und – klar – ein paar Angewohnheiten. So zumindest die Hoffnung.

Jahreswechsel

Ich mag diesen Abschnitt, diesen Wechsel sehr. Es gefällt mir, ein Datum zu haben, an dem ich mal innehalte. Einen Zeitpunkt, der mich mal runterbringt. Anhalten lässt.

Klar kann ich das auch zu jedem anderem Zeitpunkt, an jedem anderen Datum im Jahr. Doch das vergesse ich auch schnell mal. Da braucht es bei mir schon eine große Inszenierung. Wie eben Silvester und Neujahr.

Meine Vorsätze

Genusszeiten

Ich möchte meine Genusszeiten mehr anerkennen. Genießen kann ich schon länger, nur nicht so ohne schlechtes Gewissen. Und mit Genuss meine ich nicht Konsum. Genuss ist für mich Innehalten und Wahrnehmen. So zum Beispiel den Genuss eines guten Gesprächs, den einer feinen Mahlzeit, dem Zuhören oder Machen von Musik. Tanzen, Schaffen, Kochen.

Ja, Kochen. Für mich ist das Kochen, sofern ich es nicht zweckgebunden regelmäßig machen muss, ein Genuss. Ein großer! Versinken in Geschmack. Ausprobieren, was zueinander passt. Zusehen, wie sich Speisen entwickeln.

Genießen ist für mich eines der größten Geschenke unseres Lebens. Und es ist vollkommen unabhängig von Geld oder Status. Genießen kann jeder. Jederzeit. Wir vergessen das einfach so schnell. Daran möchte ich mich wieder mehr erinnern.

Luftschlösser

Ich habe für mich festgestellt, dass wünschen hilft. Wenn ich mir etwas wünsche und mit diesem Wunsch auch befasse, dann kommt es sehr oft auch zur Erfüllung. Das ist kein Zauberwerk. Das ist einfach Fokussierung, die unbewusst stattfindet. Meistens unterschätzen wir unser Unterbewusstsein, bzw. nutzen es zu wenig. Vertrauen hilft mir dabei. Vertrauen darauf, dass ich tief in mir weiß, was mir guttut.

Authentisch sein

Ein Vorteil des (Mittel-)Alters ist die Erkenntnis, dass es nur gut sein kann, authentisch zu sein und zu bleiben. Was hab ich mich verstellt! Was habe ich versucht, Standards zu genügen. Es hat gedauert, bis ich mir zugestanden habe, so zu sein wie ich gedacht bin. Ohne (Be-)Wertung. Das möchte ich noch mehr. Kostet jedesmal Überwindung und wird getragen von der Angst, mir wichtige Menschen zu frustrieren. Doch in der Regel passiert das gar nicht. Im Gegenteil. Es sammeln sich mehr und mehr die Menschen um mich, die ich richtig dolle mag und die mit mir und meinen Macken klar kommen.

Toleranz

Ja, ich halte mich für tolerant. Klar! Was sonst. Jeder kann sein, wie er mag – solange er/sie in mein Wertesystem passt. Und das ist ganz schön idealistisch.

Das stresst. Denn natürlich bin ich nicht halb so tolerant, wie ich es gerne wäre. Natürlich habe ich auch meine Schubladen, meine moralinsaueren Vorstellungen von der Richtigkeit des Seins.

Mein Wunsch ans Universum für das nächste (und hoffentlich noch vielen Folgejahre) ist eine Erweiterung meiner Vorstellungskraft, meiner Toleranz gegenüber anderen Denkweisen. Bin davon überzeugt, dass Toleranz ein richtig guter Schlüssel zum Weltverständnis ist.

Müllvermeidung

Weniger Müll erzeugen. Das ist mir ein Anliegen. Natürlich kann ich mir einreden, dass ich als einzelne kaum was bewegen kann. Den Finger auf die „Großen“ richten, von ihnen mein Leben abhängig zu machen, meine Verantwortung abzugeben ist einfach.

Doch das überzeugt mich nicht. Ich glaube, dass wir uns als erstes an die eigene Nase packen sollten. Und das auch Kleinvieh ausreichend Mist macht. Ein paar kleine Änderungen können da schon einiges bewirken. So z. B. Gemüse-/Obstnetze statt Plastiktüten für den Kauf von Obst und Gemüse nutzen, statt Tomatenmark in der Alutube lieber welches im Glas kaufen. Die Gläser lassen sich später prima für Gewürze nutzen. Oder selbstgemachte Pasten.

Richtig toll finde ich die Wachsling-Tücher von Jennifer Wetzel. Jenny war eine Zeitlang in Neuseeland und hat sich dort angeschaut, wie konserviert wird. In Neuseeland gibt es keine Frischhalte- oder Alufolie. Dort wird mit natürlichen Zutaten konserviert. Mit Hilfe von Stoff und Bienenwachs. Das hat sie inspiriert. Unser Glück. Herausgekommen ist ein Produkt, dass mich begeistert: es ist schön anzuschauen, nachhaltig und einfach anzuwenden. Mein Käse und weitere Lebensmittel fühlen sich sauwohl mit dieser neuen Art der Umhüllung.

Auch Seifenstücke statt Flüssigseife, Waschpulver statt flüssiges Waschmittel oder der Verzicht auf Weichspüler – alles Möglichkeiten, die einen kleinen Schritt bedeuten, einen kleinen Verzicht auf vermeintliche Bequemlichkeit.

Nicht alles möchten wir umsetzen, nicht alles passt zu uns. Das ist auch nicht so wichtig. Wenn es alleine ein paar dieser Dinge sind, dann ist es schon ein Anfang. Wir müssen nicht perfekt sein, um ökologisch zu handeln, wir müssen nicht alles stemmen oder nichts. Ein Anfang ist ein Anfang. Ein Anfang ist selten perfekt.

Deine Inspiration

Was hast du für Rituale? Wie begehst du das neue Jahr? Ich freue mich auf deine Inspiration.

Fotocredits:  Ashley Whitlatch auf Unsplash

Und was meinst Du dazu?