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Nein, ich stamme nicht aus der Generation, die schon mit einem Handy in der Hand geboren wurde. Ich kenne noch Schwarz-Weiß-Fernseher und Telefone mit Wählscheibe. Ja, ich bin scheixxealt. Die Hälfte meines Lebens habe ich bestimmt schon hinter mich gebracht. Ü50-Parties freuen sich auf mein Erscheinen… Ach.

Das ist so. Doch da gibt es noch eine andere Sicht. Die, die mir mehr zusagt. Die Alterslose. Ich glaube, egal, wie alt wir gerade sind, es gibt immer Menschen, die Angst vor Veränderung haben und deshalb am Alten und Bekannten festhalten. Und Menschen, die vor Neugierde platzen und sich freuen, wenn die Welt bunt und kompliziert ist.

Respekt habe ich vor jeder Art des Da-seins. Doch entspreche ich wohl mehr den ewig Neugierigen. Klar schmerzen meine Knochen auch schneller als früher und eine durchzechte Nacht braucht deutlich länger, um verschmerzt zu werden.

But – so what!

Es ist noch genug Energie da, um mich zu begeistern. Auch für Social Media. Sogar für Facebook. Ja, ja, ich weiß, meine Daten laufen durchs All. Und ja, es ist mir auch nicht behaglich bei dem Gedanken, wie einfach ein verdammt passendes Profil von mir erstellt werden kann. Ja, ja. Wir werden kontrolliert. Und wir bieten auch jede Menge Informationen völlig frei zugänglich an. Stimmt. Und das ist auch nicht immer gut.

Es gibt Länder, in denen ist es nicht ohne erhebliche Konsequenzen möglich, sich im Social Net zu äußern. Dort wird verzweifelt nach Möglichkeiten gesucht, sich miteinander zu verbinden, ohne dass der Staat etwas davon erfährt.

Diese Länder sind auch nicht weit von uns entfernt und natürlich denke ich darüber nach, wie es mir ergehen wird, wenn gewisse Parteien hier das Ruder übernehmen WÜRDEN! Ich hoffe inständig, dass wir alle, echt alle, alles unternehmen, um das zu verhindern.

Warum? Es gibt so viele Vorteile von Social Media. Auch von diesem verxxxx Facebook. Ohne Einbindung von einer totalitären Staatsmacht macht es mir richtig Spaß, hier aktiv zu sein. Es ersetzt mir den Newsletter, hält mich in Kontakt mit Menschen, dir mir nah am Herzen aber fern am Ort sind. Ich kann teilen, was mir durch den Kopf geht und finde schnell einen Austausch. Kann mich einsetzen, Zeichen setzen und damit (aus meiner Sicht) guten Aktionen einen größeren Verbreitungsradius schaffen. Ich kann auch ein Zeichen setzen gegen Aktionen, die ich nicht gut finde.

Ein Zeichen setzen

Was würde aus dem Social Net werden, wenn nicht Menschen wie du und ich sich hier tummeln würden? Welche Meinung würde vorherrschen? Welche Wahrnehmung unserer Gesellschaft würde entstehen? Will da nicht dick moralisieren. Mehr den positiven Rebell wachrütteln. Möchte den ewigen Hatern und Randgruppenbeschuldigern ein freundliches „Hi, die Welt ist groß und weit.“ entgegenschleudern. Möchte ein Gegengewicht darstellen. Nicht verkrampft, eher locker aus der Hüfte. So echt lässig. Ihr wisst schon.

Um den Bogen wieder zurück auf den Anfang zu spannen – ich bin fest davon überzeugt, dass das Alter ein Fakt ist, aber kein Entscheider, wenn es um den Umgang miteinander geht. Da spielen ganz andere Komponenten eine Rolle. Und das Social Network bietet uns eine Wahnsinnsmöglichkeit, uns auszutauschen. Positiv. Wir wären echt blöd, das nicht zu nutzen.

 

Und was meinst Du dazu?