Finally

Hochzeitsfoto

…we did it (again)!

Ja, wir haben geheiratet. Nach über 12 Jahren wilder Ehe. Und jeweils zum 2. Mal. Noch dazu deutlich Ü50.

Und?

Genau. Es ist einfach egal. Welcher Zeitpunkt für was im Leben richtig ist, ist so variabel. Klar gibt es Traditionen und Gepflogenheiten. Doch das sind in meinen Augen nur Erklärungsmodelle. Richtlinien, die uns eine Orientierung bieten können. Aber nicht müssen.

In unserem Falle hatten wir den klassischen Verlauf schon hinter uns gebracht. Wir hatten in einem Alter „so um die 25“ geheiratet, hatten jeder ein Kind in die Welt gesetzt und versucht, unser Leben familientauglich zu gestalten. Mit Inbrunst.

Doch es hat jeweils nicht auf Dauer funktioniert. Aus verschiedenen Gründen. Dann kam eine Zeit der Resignation. Lohnt sich alles nicht. Wird sowieso wieder kaputt gehen. Mann und Frau (und auch alle anderen Konstellationen) passen eh nicht zusammen…

… gefolgt von den ersten Flugversuchen in neuen Beziehungen. Kleinere Bruchlandungen. Erneuter Start. Bis wir uns trafen.

Und ja, für mich war da ein sowas wie Magie am Werk. Ein langsames Annähern und dieses „Pling!“

Pling

Viele Zufälle kamen zusammen. Ich hatte das Gefühl, das Schicksal schubst uns gerade ganz dolle. Und dann war es da. Dieses JA füreinander.

Ok, wir brauchten dennoch 12 Jahre, um uns zu vermählen (WASFÜREINWORT!). 12 gemeinsame Jahre, bis wir wieder bereit waren, auch hochoffiziell als Paar dazustehen.

Füreinander

Fühlt sich großartig an. Füreinander da sein. Füreinander einstehen. Für den anderen und der andere für einen.

Einen Menschen, der nicht mit einem verwandt ist, der frei gewählt und innig geliebt wird. Und selber auch innig zurückliebt. Freiwillig. Das ist wie hundert Jahre Weihnachten: Ein großartiges Geschenk.

Dankbarkeit

Ich bin so dankbar. Kenn den Sinn des Lebens nicht. Durfte auch gerade wieder erfahren, dass dieses Leben endlich ist und geliebte Menschen plötzlich nicht mehr erreichbar sind. Zumindest physisch.

Mein Vertrauen beruht auf Weitergabe. Weitergabe von Liebe und Verbundenheit. Von Humanität. Mitgefühl. Empathie. Zulassen von Vielfalt und Buntheit.

Klingt nach Blümchen und Naivität? Mag sein. Fühlt sich für mich aber richtig an.

Und was meinst Du dazu?