Glück

Hatte heute mal Zeit, nachzudenken. Es ändert sich gerade einiges in meinem Leben. Das ist spannend. Und eine lange Geschichte…

Wie alles begann

Das Leben startet irgendwann. Wo und wie können wir nicht beeinflussen. Dennoch glaube ich, das wir nicht zufällig auf diese Welt plumpsen. Na, das stimmt so auch nicht… sagen wir mal, es kann später im Leben schon Sinn machen. Kann – muss aber nicht. Ach, schwer zu beschreiben…

Denn immer, wenn ich so etwas denke oder sogar schreibe, denke ich auch automatisch: „Und welchen Sinn hat es, irgendwo in den Slums geboren zu werden? Oder bei Eltern, die mich kurz danach missbrauchen oder Schlimmeres?“ Das passt einfach nicht pauschal. Wäre vermessen, das so zu sehen.

Mein Glück

Und da sind wir auch wieder direkt bei meinem persönlichen Glück: Meine Kindheit war – sagen wir mal – suboptimal. Möchte hier nicht ins Detail gehen, aber es gab grobe Störungen. Darunter hat auch mein Selbstwert arg gelitten. Ich dachte wirklich lange, lange Jahre: „Das wird nix.“

Egal

Doch parallel dazu gab es immer in mir Zuversicht. Eine Menschenliebe, ok, Tierliebe auch. Einfach Liebe. Und Frohsinn, Optimismus und Humor. Musik! Musik und Tanz, Neugierde, Wissensdurst, die Fähigkeit, zu genießen und eine gute Portion Eigenwillen.

Das waren/sind meine Geschenke. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Möchte mir gar nicht ausmalen, wie es mir mit meinem Leben gehen würde, hätte ich diese Geschenke nicht.

Vielleicht ist es genau das: ich denke, die Menschen, die Liebe und Genuss, die Musik und Neugierde besitzen, die sind reich. Immer. Egal, wie das Leben beginnt, zwischenzeitlich ist oder endet.

Grins

Es gibt aber noch etwas, auf das ich unter keinen Umständen verzichten möchte – das ist der Schelm in mir. Der Part, der immer mit einem Augenzwinkern auf mich schaut, der meine Erlebnisse, meine Empfindungen relativiert und – herzhaft lacht.

Was das mit euch zu tun hat?

Ich glaube fest, dass wir alle genau diese Fähigkeiten in uns tragen. Vielleicht etwas vergraben. Mag sein. Na und? Dann mal ran. Lohnt sich ja.

Falls ihr Zweifel habt – spielt einfach laut und frei eure Lieblingsmusik, singt dazu – falsch und schräg! Das Gefühl, dass sich dann einstellt, ist genau das, was ich meine.

Und was meinst Du dazu?