Hasta Barista, Baby

Barista

Latte Macchiato
Tee liebe ich, Kaffee aber auch. Sogar sehr! Von meiner Latte Macchiato-Liebe wisst ihr ja. Doch inzwischen ist die Liebe weiter gewachsen. So weit, dass ich noch mehr über diese komische Bohne erfahren wollte. Was gibt es da besseres als einen Barista-Kurs in der verbotenen Stadt?

Warum die verbotene Stadt? Warum Köln? Weil es da eine Kaffeerösterei gibt, die mich begeistert: das Van Dyck auf der Körnerstraße in Köln Ehrenfeld. Es gibt noch jede Menge andere, sehr gute Röstereien. Auch in meiner Heimatstadt. Aber diesmal war es halt diese. Es passte einfach alles: Der Zeitraum, das Datum und der Preis. 3 Stunden für unter 70 € erschien mir angemessen.

Barista? What`s that?

Klar kann man sich fragen, warum ich überhaupt einen Barista-Kurs machen wollte. Dieser neumodische Schnickschnack. Reicht es nicht, einfach Kaffee zu kochen und gut ist? Doch, sicher, kann vollkommen ausreichen. Mir aber nicht. Dafür bin ich zu neugierig. Und irgendwie habe ich ja selber lange Zeit als Barista gearbeitet. Auch wenn das damals noch nicht so hieß und auch nicht mit dem gleichen Eifer betrieben wurde. Aber Königin an der Siebträgermaschine wollte ich damals schon sein.

Gescheitert bin ich immer am Milchschaum. Das war für mich eine Disziplin der höheren Schule. Meistens produzierte ich lauwarme bis heiße Milch mit mäßigen Schaum. Und schon gar nicht feinporig.  Falls es mir in ganz seltenen Fällen doch gelang, hatte ich nicht den blassesten Schimmer, wie ich das geschafft hatte.

Nicht nur, aber auch deshalb,  wollte ich jetzt mal dieses ganze Prozedere professionell erklärt bekommen. Zumal mir bei weitem nicht jeder Kaffee gleich gut schmeckt. Da musste es doch  mehr geben als einfach ein dunkelbraunes Pulver, dass in Verbindung mit heißem Wasser ganz gut schmecken kann. Und so ist es auch. Bohnenanbau, Ernteverfahren, Rösttemparatur und Zubereitung nehmen alle Einfluss auf den Geschmack.

Kaffee ist nicht gleich Kaffee!?

Kaffeebohnen im RöstvorgangHochlandkaffee heißt: Er wächst wirklich hoch. In den Bergen. Da kommt keine Maschine zum Ernten hoch. Das geht nur zu Fuß. Doch das ist nicht nur der einzige Grund für einen höheren Preis. Dort oben kommt auch mehr Sonne hin. Macht die Bohne aromatischer.

Und Bohnensorten gibt es auch. Robusta ist, wie der Name vermuten lässt, sehr robust. Die Bohne ist anspruchslos und wächst da, wo sie hingeworfen wird. Eigentlich ein Riesenvorteil. Mit einem Haken: Der Geschmack.

Aber! Da diese Sorte mehr Koffein und intensivere Aromen in sich trägt, eignet sie sich hervorragend für die Herstellung von Espresso. Doch für den guten Kaffee ist die Arabican-Bohne unerlässlich. Zwar eine Mimose, aber eine Feine. So viele Aromen vereint in einer Bohne. Mehr als jede Weintraube. Ja, hätte ich auch nicht geglaubt. Ist aber wohl wahr.

Miau

Es gibt noch mehr Sorten. Aber an diesen beiden führt kein Weg vorbei. Doch es gibt auch echt komische Exoten. Wie die Kopi Luwak. Das ist das Ergebnis, wenn eine Schleichkatze eine leckere Kaffeefrucht verspeist und hinterher den Kern wieder… (ach, ihr wisst schon, was). Grundsätzlich nur ekelig. Aber leider, leider werden inzwischen diese Schleichkatzen mit diesen Früchten gemästet, also zum Essen gezwungen (!!!), damit wir Konsumenten diese perverse Köstlichkeit zu uns nehmen können. Das möchte ich nicht. Mir reichen die Standard-Sorten vollkommen.

Barista me

Dann gibt es noch verschiedene Röstverfahren. Verschiedene Verpackungsarten. Verschiedene Zubereitungsarten. Jede Menge Informationen.

Ich kann so einen Barista-Kurs nur empfehlen. Nicht nur, um den perfekten Milchschaum hinzubekommen. Auch, um einen guten Kaffee schätzen zu lernen (falls das nicht schon vorher der Fall war.)

Die Phasen eines Espressos

Ein paar Fotos? Gerne! Klick mal 🙂

Selber einen Kurs buchen? Bei Van Dyck? Oder woanders? Viel Spaß!

3 Kommentare

  1. Ich hab mir vor kurzem auch meine erste Siebträgermaschine gekauft – und genieße jetzt quasi täglich meinen Espresso ^^

Und was meinst Du dazu?