Ich sag nur: „Henna“

Bad Hair Day

Ich fühle mich verbunden. Mit Mutter Natur. Sehr! Doch manchmal scheint sie mich nicht im gleichen Maß zu mögen wie ich sie. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Haare geht.

Ich habe von (Mutter) Natur aus schwere, störrische Haare. Mal waren sie kraus, mal gewellt, mal glatt. Warum das wechselte, weiß ich nicht. Es passierte einfach. Blöd fand ich nur, dass ich im Vorfeld nie gefragt wurde, welche Ausprägung mir denn als nächstes gefallen würde.

Mama Nature

Und so musste ich mich immer mit dem abfinden, was Natur und mein Organismus gerade für hipp hielten. Das machte mich missmutig.

Deshalb dachte ich, ich trickse jetzt mal Mama Nature aus und färbe mir die Haare auf eine natürliche, nachhaltige Art. Das wird sie bestimmt beeindrucken und ein wenig gnädig stimmen. Zu hoffen, dass sie mich bei den zukünftigen Haarausrichtungs-Entscheidungen mit einbeziehen würde, wagte ich natürlich nicht.

Henna, Henna

War auch besser so. Denn weder Mama Nature noch mein Haar liessen sich von meinem Handeln beeindrucken. Nein. Im Gegenteil. Sie haben sie verschworen.

Und so kam es, dass ich meine Haare mit Henna färbte und der Teil meiner Haare, der inzwischen schon unverkennbar die Farbe hat fallen lassen, einfach unbeeindruckt von Henna grau blieb, der Teil, der in letzter Zeit mit brauner Tönung konfrontiert wurde, entschied sich für ein leuchtendes Orange und der Teil, der vor Monaten versehentlich in braun gefärbt wurde, dachte sich: „Henna? Who the fxxx is Henna“ und blieb unverändert dunkel. Glänzte aber wenigstens ein wenig mehr.

Das Ergebnis zählt

Unterm Strich war ich jetzt bunt. In Herbstfarben eingetaucht. Und das Mitten im Winter. Hm, gefällt mir das? Nein.

ABGESEHEN davon hat mein Bad auch arg gelitten. Diese Henna-Pampe spritze wie bekloppt auf Kacheln und was sich sonst noch anbot. Mist.

Doch damit nicht genug. Ich saß wie eine Bienenkönigin mit einem vor Hennaerde berstenden Turm an Haaren auf der Couch, um 3 Stunden Einwirkzeit zu überstehen.

Plan war, danach ‚mal eben‘ die Haare auszuwaschen und mich an dem umwerfenden Ergebnis zu erfreuen. In Echt habe ich den halben Rhein leergeduscht, um endlich wieder mit meinen Haaren in Berührung zu treten. Ich hatte Unmengen an Hennaerde eingearbeitet. Unglaublich. Obwohl die Schüssel mit der Hennapaste immer noch zu 3/4 voll war.

Chemie pur

Ich resignierte. Werde brav in irgendeinen Drogeriemarkt laufen und mir Chemie kaufen. Jawohl! Chemie! Damit ich wieder wie ein Mensch aussehe. Das hast du aus mir gemacht, my little Nature.

P. S. wenn ihr einen Tipp habt, wie ich mir meine Haare mit Henna o. ä. farblich aufpeppen und dennoch die Natur schonen kann – nur her mit den Tipps.

Und was meinst Du dazu?