Kochvergnügen

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Frische Kräuter, pikante Gewürze, gutes Werkzeug – jaaaa, Kochen ist großartig!

Ich bin so unendlich froh, dass die Phase des Jeden-Tag-kochen-müssen vorbei ist. Als meine Tochter auf die Welt kam und u.a.  essenstechnisch auf mich angewiesen war, hab ich jeden Tag irgendetwas Schmackhaftes aus dem Hut gezaubert. Erste positive Nachricht: Mein Kind ist nicht verhungert. Zweite positive Nachricht: Auch diese Zwangskochphase hat mir die Freude am Kochen nicht verdorben. Aber ich bin doch sehr froh, jetzt nur dann kochen zu müssen, wenn ich Lust dazu habe. Das ist Luxus! Und mein Glück. Wer weiß, vielleicht hätte sonst meine Lust am Kochen doch gelitten.

Sicherlich wäre ich dann bei einigen Dingen jetzt viel routinierter. Aber auch viel abgestumpfter. So ist mir die Lust am Experimentieren erhalten geblieben, die Muse, etwas neu zu kreieren, die Spannung auf das fertige Gericht. Das Kochen hat einfach eine andere Bedeutung erhalten. Nicht nur Zweckerfüllung – nein, auch Genuss!

Es gibt bestimmt wesentlich talentiertere Köche und Köchinnen auf Gottes Erde. Ich hoffe inständig, dass diese auch mit der gleichen Leidenschaft wie ich koche. Mir ist es (nicht ganz) egal, wenn auch mal etwas missglückt. Solange ich die Möglichkeit habe, es noch einmal zu versuchen. Und noch einmal – bis es glückt. Dann bin ich stolz, streichel ein wenig meinen satten Bauch und finde das Leben wunderbar.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Mahlzeit herzustellen. Mir gefallen die einfachen Rezepte. Die, die davon leben, dass die Zutaten gut sind. Nicht luxeriös, einfach gut. Ein paar Stengel Rosmarin, ein guter Teig, etwas feines Olivenöl, Knoblauch, grobes Salz, Pfeffer – et voilá – fertig ist das wahnsinnsleckere Gericht!

Oder ein paar ausgewählte Käsesorten, den passenden Wein dazu, Trauben, frisches (selbstgebackenes) Brot –  was kann es besseres geben?

Ja, ihr merkt schon – meine Devise ist: lieber weniger, dafür reine und gute Zutaten. Und Zeit. Zeit für die Vorbereitung, Zeit für die Herstellung, Zeit für das Essen (mit Freunden). Mir reicht das vollkommen. Das ist für mich Glück. Machbares Glück!

 

Und was meinst Du dazu?