Trust me!

Vertraue mir. Ja. Wie gerne. Doch wie weiß ich, dass ich hier nicht nur auf Worte vertraue? Oder auf Äußerlichkeiten?

Sehnsucht

Nachhause-kommen. Loslassen. Emotional die Jogginghose anziehen. Haare irgendwie. Chips-Tüte unterm Arm. Nicht politisch korrekt, aber entspannt. Mensch. Einfach Mensch. Unperfekt. Und dennoch liebenswert.

Können wir uns aushalten? In unserem Un-Perfektsein? Können wir andere aushalten? Können wir es ertragen, wenn andere Menschen ihr Leben anders empfinden als wir selbst? Wenn sie anderen Werten vertrauen? Ein anderes Bild vom Sinn des Lebens haben? Können wir das aushalten?

Toleranz

Ein heftig strapazierter Begriff. Ein Wort, das uns echt fordert. Da haben wir lange an einer Überzeugung gearbeitet. Haben Argumente, Erlebnisse und Empfindungen zusammengepackt. Um uns dann eine Meinung zu bilden.

Prima. Doch dann taucht da jemand auf, der/die ebenso lange, ebenso emsig und überzeugt an einer Meinung gearbeitet hat. Nur leider nicht deckungsgleich mit unserer.

Was machen wir da? Einfach umhauen?

Meine eigene Toleranz kommt da schon mal ins Wanken. Ich entdecke intolerante Bereiche an mir. Möchte nicht zulassen, dass jemand mein doch heftig durchdachtes Konstrukt gefährdet. Möchte da schon mal gerne auf die X-Taste drücken. Alle anders lautenden Meinungen einfach löschen. Und schon herrscht Frieden.

Mein Frieden. Ohne Zulassen von anderen Sichtweisen. Genau! So funktioniert es! Nicht!

Aushalten

Ein schlichtes Wort. Mit einer ungeheueren Wucht. Und Zulassen. Andere Sichtweisen zulassen und die Bereitschaft haben, Dinge neu zu denken.

P.S.: Ich weiß leider nicht, wer dieses beeindruckende Graffiti -Werk erstellt hat. Falls mir hier jemand Auskunft geben kann – ich würde sehr gerne auf die/den Künstler/In verweisen. Standort: Untere Waldhausener Straße Höhe Kulturküche/Restaurant Frenzen in Mönchengladbach.

Und was meinst Du dazu?

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